In den letzten Jahren haben folgende Künstler in der Galerie Seestrasse 96 ausgestellt.
Hans Schweizer
text und Bilder zur Ausstellung
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Peter Abegg
Peter Abegg
Peter Abeggs Grosseltern hatten, unter anderem, persönliche Kontakte zu Rohlfs, Klee und Nolde. Ihr grosses Interesse an der Kunst
konnten sie auf ihren Enkel übertragen. In den Jugendjahren besuchte Peter Abegg die Schule für Gestaltung in Zürich und absolvierte eine Lehre als Grafiker. Die Ausübung dieses Berufes
ermöglichte ihm, auf dem zweiten Bildungsweg die Matura nachzuholen und anschliessend Veterinärmedizin zu studieren.
Der in Hörhausen (Kanton Thurgau, Schweiz) praktizierende Tierarzt nutzte seine freien Stunden, um weiterhin Zeichenunterricht an der Schule für Gestaltung in Zürich zu belegen. Was vor 20 Jahren
mit kleinen Holzfiguren seinen Anfang nahm, hat Peter Abegg weiter entwickelt. Die Skulpturen haben einen unverkennbaren Stil und Inhalt. Die aus Thurgauer Holz geschaffenen expressiven,
monumentalen Frauenkörper sind beeindruckend.
Peter Kamm
Peter Kamm in Galerie 96
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Rosalba Nussio
Victor Popov
Victor Popov
wurde 1952 in Kasachstan, der ehemaligen Sowjetunion geboren. 1974-1979 an der Hochschule für angewandte Kunst in
Lemberg ausgebildet. Ab 1979, lebt und arbeitet er für 12 Jahre in St. Petersburg. Danach erfolgte die Übersiedlung nach Deutschland. Heute mit Atelier und Wohnsitz in Düsseldorf.
Zu sehen sind Malerei und Holzobjekte aus verschiedenen Zyklen, der Jahre 1995 – heute. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen immer Menschen. Wie er sagt, „Helden, keineswegs einfache
Persönlichkeiten, sondern Führer und Weise, die davon träumen, Völker zu führen und die Wahrheit zu verkünden.“ Weil solche Bestrebungen immer etwas zweifelhaft sind, sind seine Figuren komisch.
Er vertraut lieber dem Material und seinem künstlerischen Instinkt, als irgendwelchen hohen Ausgeburten des Geistes.
Aus Malerei und Plastik entwickelt er reliefartige Collagen. Raue Arbeiten, die den Handwerker Popov wieder erkennen lassen. Eine weitere Werkgruppe bilden aus Holz gefertigte zwei- und
dreidimensionale Objekte. Oft einfarbig, manche beziehen sich auf einen konkreten Gegenstand, andere sind mit abstrakten Begriffen betitelt und verkörpern seelische Befindlichkeiten, die auch
formensprachlich deutlich zum Ausdruck kommen. Ein den Tenor des gesamten Oeuvres, sinngemäss zusammenfassendes Bildthema ist das Spiel, repräsentiert durch die „Würfelbilder“. Der Würfel als
Inbegriff des Glücksspiel.
Er steht als Form in Relation zu anderen geometrischen Grundformen, wie dem Kreis, dem Rechteck oder dem Kreuz. Diese Symbolik erinnert unweigerlich an das „Schwarze Quadrat“ von Kasimir Malevic,
Inbegriff des Suprematismus, Hauptrichtung der Russischen Avantgarde. Der „Flug der Würfel“, assoziiert den in der russischen Kunst sehr verbreiteten Aspekt des Kosmischen. Unberechenbarkeit in
scheinbarer Ordnung - dem Zufall unterworfen -.
Popov sieht das Leben und sein Werk, idealer weise als Spiel, in dem es weder Gewinner noch Verlierer gibt. Seine eigene künstlerische Existenz begreift er als eine von unzähligen möglichen und
gleichberechtigten Daseinsformen auf diesem grossen Spielfeld.
Unabhängig, seinem eigenen Weg folgend, damals in der Sowjetunion und heute im Westen.
Der „Main-Stream“ interessiert ihn nicht und damit wären wir wieder bei dem eingangs dieser Laudatio Erklärten. Popov vertraut seinem Instinkt und dem Material.
„Was das Leben angeht, so bestimmt die eigene Einstellung über Glück und Unglück, Gewinn und Verlust“.
Seine Werke werden rund um den Erdball gezeigt. Gleich zwei mal widmete ihm das Staatliche Russische Museum, St. Petersburg, eine Ausstellung. Im Jahre 2001 und zuletzt 2005. Hierzu erschien das
Buch „Bewegung nach Oben“. Es ist der Galeristin, Frau Angela Lenz gelungen, 10 der im Russischen Museum ausgestellten Werke zu erhalten, um sie in Berlingen, in der Galerie Seestrasse 96
zusammen mit Rosalba Nussio zu präsentieren.